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Pädagogisches Konzept

Was zeichnet unsere Gemeinschaftsschule aus?

Die Kurt-von-Marval-Schule Nordheim ist eine Gemeinschaftsschule, an der

Logo: Vielfalt macht schlauer

junge Menschen ihren Realschulabschluss oder ihren Hauptschulabschluss machen können. Möglich ist ebenso ein durchgehendes Arbeiten auf dem Gymnasialniveau. Hierbei kann im Anschluss an das erfolgreiche Abschließen der zehnten Klasse ein Wechsel in ein berufliches Gymnasium oder in die Klasse 10 eines eines allgemeinbildenden Gymnasiums erfolgen. Letzteres ist vergleichbar mit G 9. Überdies hat der betreffende Schüler bzw. Schülerin damit automatisch den Realschulabschluss.

An unserer Gemeinschaftsschule lernen Kinder mit unterschiedlichen Begabungen gemeinsam auf verschiedenen, ihrem Leistungsvermögen angepassten Anspruchsniveaus. Diese Möglichkeit besteht bei uns bereits ab Klasse 5, was jüngeren Schüler*innen zu viele Misserfolge erspart. Unser System ist sehr durchlässig, wodurch die Schülerinnen und Schüler sehr viel Zeit haben, sich auszuprobieren und zu entwickeln. Eine endgültige Festlegung auf ein bestimmtes Niveau erfolgt erst spät.

Das individuelle Lernen in unterschiedlichen Anspruchsanforderungen wird dabei den drei Niveaustufen G, M und E zugeordnet.
G= Grundlegendes Niveau entspricht den Bildungsstandards der Hauptschule
M= Mittleres Niveau entspricht den Bildungsstandards der Realschule
E= Erweitertes Niveau entspricht den Bildungsstandards des Gymnasiums

Die Schülerinnen und Schüler der Kurt-von-Marval-Schule werden getragen durch unser pädagogisches Konzept durchgängig von Klasse 5–10 basierend auf unserem Leitbild junge Menschen individuell zu fördern und zu motivieren und Vielfalt als Bereicherung zu sehen.

* Wir legen Wert auf eine starke und gute Gemeinschaft, in der sich unsere Schülerinnen und Schüler sicher und aufgehoben fühlen.

* Wir legen Wert auf nachhaltige Erziehung und Bildung.

* Wir legen Wert auf die Begleitung und Unterstützung von Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.

* Wir legen Wert auf die Übernahme von Verantwortung für das eigene Lernen, Verantwortung für sich, die anderen und die Umwelt.

Der Flyer unserer Schule

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Lehr- und Lernorganisation - "Lernen auf Niveaustufen"

Viele Schülerinnen und Schüler sind in verschiedenen Fächern unterschiedlich leistungsstark. In der Gemeinschaftsschule haben sie, außer in den Abschlussklassen, die Möglichkeit, in den einzelnen Fächern auf unterschiedlichem Niveau zu lernen.
Damit alle Beteiligten den Lernfortschritt richtig einschätzen können, arbeiten die Schülerinnen und Schüler vor allem in den unteren Klassen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik mit Lernwegelisten. Dies gilt vor allem für Übungsphasen neuer und zu vertiefender Lerninhalte.
Es gibt keine Hausaufgaben. Lediglich das Lernen und Üben muss teilweise zu Hause erfolgen.

Im Lerntagebuch werden Lernfortschritte täglich von den Kindern selbst dokumentiert. Sie sind jederzeit für die Eltern einsehbar. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Rückmeldung zu den jeweiligen Lerngebieten und ihren bislang erreichten Kompetenzen.

Lerncoachinggespräche nehmen folgende Fragen in den Fokus:
„Wie fühle ich mich?“, „Was kann ich?“, „Wie gut kann ich es?“, „Welche Unterstützung benötige ich noch?“, „Wie kann ich noch mehr gefördert und gefordert werden?“, „Was kann ich selbst auf welche Weise bewirken?“
Ziel ist es, den eigenen Lernprozess zu planen, sich Ziele zu setzen und das individuelle Lerntempo zu finden und gegebenenfalls zu steigern.

Damit wird auch eine zentrale Grundlage für Gespräche zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern sowie für Beratungsgespräche mit den Eltern geschaffen.

Anstelle eines Zeugnisses, in dem die Leistung mit Noten beurteilt wird, erhalten die Schülerinnen und Schüler in der Gemeinschaftsschule einen detaillierten Lernentwicklungsbericht zum Schulhalbjahr und zum Schuljahresende. Hier ist erkennbar, auf welchem Niveau der Schüler in welchem Fach gearbeitet hat. Die verbale Beurteilung für jedes einzelne Fach zeigt exakter als Noten, auf welchem Leistungsstand sich das Kind befindet und welche Kompetenzen es entwickeln konnte. Auf Wunsch der Eltern kann der Bericht jederzeit mit Noten ergänzt werden.
In der Gemeinschaftsschule gibt es kein Sitzenbleiben. Bei schwachen Leistungen wird das Niveau angepasst.

Kompetenzanalyse - "Profil AC" in Klassenstufe 8

Profil AC (AC = Assessment Center) an Schulen möchte die besonderen Fähigkeiten einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers möglichst genau feststellen, damit er/sie noch besser individuell gefördert werden kann.
Ziele
Die Lehrkräfte wollen die Lernenden so gut wie möglich unterstützen:
• bei der Entfaltung ihrer Stärken
• beim Erlernen der notwendigen Fertigkeiten, damit sie in einer Ausbildung bestehen können
• bei der Wahl des passenden Berufes

Inhalte

Bei der Lösung der Aufgaben werden Rückschlüsse auf folgende Kompetenzen gezogen:

  • Methodenkompetenz

Planungsfähigkeit – Problemlösefähigkeit – Präsentationsfähigkeit – Informationstechnische Fähigkeit

  • Fach- und Sachkompetenz

Hand- und Fingergeschick – Form- und Figurerfassung – Ordentlichkeit – Arbeitstempo

  • Sozialkompetenz

Kommunikationsfähigkeit – Konfliktfähigkeit – Teamfähigkeit

  • Personale Kompetenz

Durchhaltefähigkeit – Selbstständigkeit – Flexibilität – Konzentrationsfähigkeit

 

Ablauf
Die Inhalte werden in Form von Einzel- und Gruppenaufgaben getestet. Dabei werden jeweils acht Lernende in zwei Gruppen von zwei dafür geschulten Lehrkräften beobachtet.
Jede der sechs Aufgaben dauert ca. 45 Minuten. Im Anschluss daran Aufgaben schätzen sich die Schüler und Schülerinnen selbst ein. Die Selbsteinschätzung sowie die Beurteilung durch die Lehrkräfte ergeben das individuelles Kompetenzprofil.
Zur Auswahl bereitgestellt wird der Aufgabenkatalog vom Ministerium für Kultus und Sport.

Auswertung
• Ausgehend vom Kompetenzprofil erhalten die Lernenden in Einzelgesprächen von der Lehrkraft eine Rückmeldung zu ihren Stärken und Schwächen.
• Bei der Rückmeldung wird die Selbsteinschätzung besprochen.
• Es wird gemeinsam überlegt, welche Unterstützung benötigt wird und woran selbstständig gearbeitet werden muss. Dabei entsteht die so genannte Fördervereinbarung. Hierin werden Zeitpunkte festgelegt, bis zu welchen die vereinbarten Ziele erreichen sollten.

Gefördert wird das Projekt Kompetenzanalyse Profil AC an Schulen:
• aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds
sowie
• der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit

Was ist Gemeinschaftsschule?

Informationen zur Gemeinschaftsschule auf der Seite des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Drohnenbilder des Schulgeländes

Fotos: Th. Fricke

Lehr- und Lernorganisation

Zum Starten der Diaschau auf das Vorschaubild klicken.

Fotos: P.Vielhauer (1-4,6), S. Bluthardt (5, 7)

Klasse 5 und 6

In der Eingangsstufe werden unsere Schülerinnen und Schüler an die Instrumente der Gemeinschaftsschule herangeführt und internalisieren z. B. das Lernen mit der Lernwegeliste oder Formen des kooperativen Lernens. In Klassenstufe 5 und 6 gibt es noch viele Stunden, die nicht mit Unterricht, sondern ‚Studierzeit‘ zum Vertiefen des Gelernten belegt sind. Am Nachmittag finden häufig Projekte, Sport oder Kunstunterricht statt, damit Raum für Bewegung, Spiel und Kreativität bleibt. Darüber hinaus ist es uns wichtig, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler kennen und schätzen lernen, ein positives Ausgangsklima für das ‚Miteinander Lernen‘ geschaffen wird und sie sich an unserer Schule einfinden und positionieren können. Daher haben wir folgende Elemente in den unteren Klassen implementiert:

° Einführungs- und Kennenlerntage
° Lernen lernen
° Apfelprojekt
° Vorbereitung der Einschulungsfeier für die neuen Fünftklässler
° Klassenrat
° Schullandheim
° Lesepatenschaft
° Tastaturschulung in Klasse 5
° Traubenwickler
° Klassenrat/ Sozialtraining
° Prävention (Mobbing, Cybermobbing) mit der Polizei
° Akrobatik

Klasse 7 und 8

In diesen Klassenstufen, in denen „das Erwachsen werden“ in den Vordergrund tritt, ist es uns wichtig, die Jugendlichen mit ihren Vorstellungen und Themen zu erreichen und sie bei ihrer eigenen Entwicklung zu unterstützen. Identitätsfindung und -bildung,  Orientierung und Positionierung in der Gesellschaft, Meinungsbildung , Kritikfähigkeit, Argumentieren und Diskutieren, … all dies sind Elemente, für welche wir genügend  Raum in unserem Unterricht bieten. Wir sind für unsere Schülerinnen und Schüler da und begleiten sie auch bei Problemen. In diesen Klassenstufen sind folgende Elemente implementiert:

° Schullandheim
° Sozialpraktikum in Klasse 7
° Berufsorientierungspraktikum in Klasse 8 (zweiwöchig)
° Besuch des BIZ
° Girls and Boys Day
° Schülercoaching
° Besuch bei Profamilia (Sexualaufklärung)
° VERA 8
° Kompetenzanalyse/Profil AC
° Schullaufbahngespräche

Klasse 9 und 10

Der Fokus liegt in diesen Klassenstufen schwerpunktmäßig auf der fundierten Vorbereitung der angestrebten Prüfungen (Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss).  In Klasse 9 werden die Schüler, die in der 9. Klasse ihren Abschluss machen, in den Hauptfächern getrennt auf ihren Abschluss vorbereitet. In den Nebenfächern findet der Unterricht gemeinsam statt. In Klasse 10 werden grundsätzlich zwei Lerngruppen gebildet entsprechend dem Abschluss.
Darüber hinaus ist es uns wichtig, den Schüler/innen einen reibungslosen Übergang in eine Ausbildung oder eine weiterführende Schule zu ermöglichen. Unser Konzept der Berufsorientierung unterstützt die Jugendlichen hierbei mit vielfältigen Angeboten, Informationsveranstaltungen und individueller Unterstützung durch die Lehrkräfte und enge Kooperationen mit außerschulischen Partnern.
° Ein weiteres einwöchiges Berufsorientierungspraktikum für Realschulabsolventen in Kl. 9
° Falls gewünscht, ein regelmäßiges Praktikum am Mittwochnachmittag
° Berufsberatung durch das BiZ mit individuellen Beratungsterminen vor Ort
° Extra „Intensivwochen“ vor den jeweiligen Prüfungen
° Enge Begleitung und Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern während der Prüfungsvorbereitung
° Schullaufbahngespräche