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Kurt-von-Marval-Schule

Schuljahr 2011/12

Ausreichend viele Anmeldungen garantieren Unterricht nach dem Bildungsplan der Realschule

Schuljahr 2011/12 | 23.01.2012

Informationsabend zum Thema Gemeinschaftsschule mit Schulrat Michael Ledermann

Erfreulich viele Mitbürgerinnen und Mitbürger interessieren sich für die Zukunft der Kurt-von-Marval-Schule und informierten sich am vergangenen Donnerstagabend über das Thema "Gemeinschaftsschule". Eingeladen hatte die Schule hierzu Schulrat Michael Ledermann vom Staatlichen Schulamt Heilbronn. Gemeinsam mit Rektor Mack, Konrektorin Andrikopoulos-Feucht und Bürgermeister Schiek erklärte Herr Ledermann anhand anschaulicher Beispiele das Prinzip der Gemeinschaftsschule sowie deren Potential hinsichtlich verschiedener Unterrichtsformen und vielfältiger Methoden. Die Philosophie der Gemeinschaftsschule stelle das Kind in den Mittelpunkt, erklärte der Schulrat: Die individuelle Förderung der Schüler entsprechend ihrer Neigungen und Begabungen, die Erziehung zur Selbstständigkeit und das Aufzeigen von Stärken gehören ebenso dazu wie verbindlicher Ganztagesbetrieb.

Infoabend Gemeinschaftsschule
Im Gespräch: Rektor Mack, Schulrat Ledermann, Konrektorin Andrikopoulos-Feucht, Bürgermeister Schiek.

"Mit der beruforientierten Ganztagesschule haben wir vor zwei Jahren einen Qualitätssprung gemacht, ohne zu wissen, dass wir damit die Bausteine für den Weg zur Gemeinschaftsschule haben. Wir können diesen Vorsprung nutzen", erklärte Bürgermeister Volker Schiek. Für Schulrat Ledermann gibt es deshalb keinen Zweifel: In der ganzen Umgebung gebe es nur in Nordheim die Chance, eine Gemeinschaftsschule zu realisieren. Angemeldet werden könnten auch Kinder aus Nachbargemeinden. Sicher ist sich der Schulrat aufgrund der "guten Leistung des engagierten Lehrerkollegiums" sowie der Schulleitung und der Gemeinde als Schulträger, die hinter der Schule stünden. Dass sich die Lehrer zudem durch eine Fortbildung in ihrer Freizeit aktiv auf die Konzeption einer Gemeinschaftsschule vorbereiten, lobte der Schulrat darüber hinaus in besonderem Maße.

Melden jedoch zu wenige Eltern ihre Kinder an der weiterführenden Kurt-von-Marval-Schule an, nützen alle diese Anstrengungen wenig. Verständlich seien die Ängste, durch den Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung alleine für den zukünftigen Schulbesuch verantwortlich zu sein. "Guten Gewissens" könne er jedoch die Nordheimer Schule empfehlen, so Ledermann: Sie habe sich in den vergangenen zwei Jahren sehr positiv entwickelt und werde bei ausreichenden Anmeldungen ab dem kommenden Schuljahr 2012/2013 nach dem Bildungsplan der Realschule mit dem Abschluss der mittleren Reife unterrichten, garantierte der Schulrat. Ledermann: "Es wäre fahrlässig, diese Chance vor Ort nicht zu nutzen. Sie bekommen hier das gleiche wie an einer Realschule in einer der Nachbargemeinden." Und das sogar unter besseren Voraussetzungen, denn die Ressourcenzuteilung der jetzigen Hauptschule seien "unendlich viel größer" als in der Realschule, die Klassen dagegen wesentlich kleiner: "Benötigt ein Kind mehr Begleitung, ist das Versagen auf der Realschule vorprogrammiert", weiß der Schulrat.

Zahlreiche Aspekte wurden im Anschluss an den informativen Vortrag vertieft: Darunter das Abwägen von Alternativen, die Übergangsphase Ganztagesschule/Gemeinschaftsschule von maximal zwei Jahren, möglicher Schulwechsel, Erreichen von Kompetenzstufen und die überdurchschnittlich gute  Ausstattung der Kurt-von-Marval-Schule: "Ich wünsche mir, dass Sie diesen Schulstandort erhalten. Denn ich weiß, wie sich diese Schule entwickelt hat", betonte Ledermann abschließend.

 

Text + Foto: Elke Khattab