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Kurt-von-Marval-Schule

Schuljahr 2011/12 (Archiv)

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Theaterstück zu Cybermobbing und Medienkompetenz

Schuljahr 2011/12 | 19.03.2012 – 31.07.2021

Für viele gehört es inzwischen zum Alltag, sich über Netzwerk-Portale wie Facebook, Twitter oder Schüler-VZ auszutauschen. Für manche ist es darüber hinaus auch ganz alltäglich, ihre Meinung über Mitmenschen in diesen Netzwerken kundzutun. Das Theaterstück "Fake oder War doch nur Spaß" zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie sich derjenige fühlt, der ins Kreuzfeuer einer solchen Lästerei gerät: Aufgeführt wurde das Stück am vergangenen Donnerstag vom Berliner Ensemble Radiks an der Kurt-von-Marval-Schule.

Cybermobbing

Wie fühlt es sich an, wenn man öffentlich in einem Netzwerk bloßgestellt wird? Das Ensemble Radiks stellt die brisante Thematik eindrucksvoll in einem Theaterstück dar.

 

Die 17-jährige Lea, deren Mutter bei einem Autounfall ums Leben kam, als sie erst fünf Jahre alt war, möchte unbedingt Sängerin werden. Als sie tatsächlich in eine Casting-Agentur aufgenommen wird, beginnen in der Schule erste Sticheleien und Ausgrenzungen. Dabei bleibt es aber nicht, das Mobbing setzt sich auf verschiedenen Netzwerk-Portalen fort. Zwar kümmern sich auch einige Lehrer um die Attacken gegen Lea, doch ist der entstandene Konflikt inzwischen nicht mehr schulintern zu lösen. Hatte sich Lea anfangs noch aktiv gegen die Kommentare gewehrt, zieht sie sich mehr und mehr zurück, zumal auch noch ein Video online gestellt wurde, das sie betrunken in einer Toilette zeigt. Schließlich kommt es so weit, dass sie gar nicht mehr zur Schule geht. Mit dem alleinerziehenden Vater, der mit der Situation hoffnungslos überfordert ist, kommt es ebenfalls zu einer Auseinandersetzung: Er erfährt, dass Lea schwanger ist. Lea sucht Zuflucht bei einem befreundeten Mitschüler, dessen Mutter sie dazu bewegt, sich ans Jugendamt zu wenden. Die Inszenierung, bei der das zweiköpfige Schauspiel-Ensemble authentisch in verschiedene Rollen schlüpfte und darüber hinaus als Erzähler der Geschichte agierten, kam bei den Schülerinnen und Schülern der Klassen sechs bis neun sehr gut an. Im Anschluss hatte das junge Publikum noch Gelegenheit, über die Thematik "Cybermobbing und Medienkompetenz" zu diskutieren und Fragen zu stellen.

Text + Foto: Elke Khattab