Kurt-von-Marval-Schule
Schuljahr 2011/12 (Archiv)
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Ganztagesbetrieb ist Voraussetzung für die Zulassung als Gemeinschaftsschule
Schuljahr 2011/12 | 19.03.2012 – 31.07.2021
Schon um sieben Uhr in der Früh öffnet das Schulhaus seine Pforten. Manche Kinder scheinen um diese Uhrzeit noch ein wenig müde, andere dagegen sind schon hellwach. Munter wird mit den Freunden geplaudert, gelacht und gespielt. Die Kinder genießen diese Zeit vor dem Unterricht, und ihre Eltern können den Tag beruhigt angehen: Sie kommen rechtzeitig zur Arbeit, die eigenen Kinder sind gut aufgehoben. Verlässliche Bezugspersonen stehen als Gesprächs- und Spielpartner zur Verfügung, bieten darüber hinaus Orientierung und Geborgenheit. Und das auch nach Schulschluss bis zum Feierabend: Die Betreuung in Hort und Kernzeit an der Kurt-von-Marval-Schule wird von immer mehr Eltern in Anspruch genommen.
Auch der Ganztagesbetrieb für die Schüler ab der fünften Klasse kommt berufstätigen Eltern entgegen und bietet ebenfalls Raum für die Umsetzung innovativer pädagogischer Konzepte. Deshalb ist die Ganztagsschule laut Kultusministerium das Modell der Zukunft und soll noch weiter ausgebaut werden. Für die Zulassung als Gemeinschaftsschule ist der Ganztagsbetrieb in Grund- und weiterführender Schule daher eine wichtige Voraussetzung. Die Kurt-von-Marval-Schule hat damit bereits ausreichend Erfahrung sammeln können und erfüllt somit auch dieses Element der neuen Schulform größtenteils schon jetzt.
Hort und Kernzeit für Grundschüler In Hort und Kernzeit sind derzeit 69 Kinder angemeldet, die die Einrichtung zwischen einem und fünf Tagen in der Woche besuchen, teilt die Leiterin Nicole Fandrich mit. In vier Spiel-, Lern- und Essräumen bietet sie zusammen mit sechs Erzieherinnen und Betreuerinnen in Teilzeit ein abwechslungsreiches Freizeitangebot: Die Kinder können ihren Vorlieben entsprechend spielen, basteln und entspannen, toben sich darüber hinaus auch an der frischen Luft aus. "Die Kinder haben bei diesem Ausgleich zur Schule nicht nur Kontakt mit Gleichaltrigen, denn die Gruppe ist altersgemischt. Das wirkt sich sehr positiv auf das soziale Verhalten aus", erklärt Frau Fandrich. Auch für das leibliche Wohl der Kinder ist gesorgt: Nach Schulschluss gibt es ein gesundes, leckeres Mittagessen, das gemeinsam in zwei Gruppen eingenommen wird. Unterstützt wird das Team dabei von zwei Küchenhilfen, die im Wechsel arbeiten.
Während für die Kernzeit-Kinder die Betreuung um 14 Uhr endet, können die Hort-Kinder noch bis 17 Uhr bleiben. Neben der Unterstützung bei den Hausaufgaben, werden hier unter anderem Projekte aus den Bereichen Sport, Kreativität, Hauswirtschaft und Kultur angeboten. Selbstverständlich stehe man den Eltern auch bei Fragen zur Entwicklung und des Sozialverhaltens gerne zur Verfügung, berichtet Frau Fandrich. "Das Einverständnis der Eltern vorausgesetzt, kann bei Bedarf auch ein Austausch zwischen Erzieherinnen und Lehrerinnen stattfinden, um für das Kind optimale Bedingungen im Unterricht und in der Betreuung zu schaffen", so die Leiterin.
Berufsorientierte Ganztagesschule Reibungslos läuft auch der Ganztagesbetrieb für die Schüler der Klassen fünf bis acht: Nach dem Vormittagsunterricht wird mit der ehrenamtlichen Unterstützung von Müttern von montags bis donnerstags ein Mittagessen in der Mensa der Kurt-von-Marval-Schule angeboten. Dieses wird gemeinsam mit zwei Lehrern in der lebendigen Atmosphäre der Schulgemeinschaft eingenommen und bietet ausreichend Gelegenheit zum Austausch.
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Die Schulgemeinschaft wird auch während des gemeinsamen Mittagessens der Fünft- bis Achtklässler gepflegt. Vor allem berufstätige Eltern wissen das Ganztagesangebot zu schätzen.
Anschließend geht es während der insgesamt eineinhalbstündigen Mittagspause ins unmittelbar benachbarte Jugendhaus: Zusammen mit einem Klassenlehrer und einem weiteren Lehrer betreut die Leiterin der kommunalen Jugendarbeit Corinna Hardt die Jugendlichen und bietet ein breites Entspannungs- und Beschäftigungsangebot: Ob Tischkicker, Schach, Gespräche oder einfach eine ruhige Rückzugsmöglichkeit, die Schüler finden hier ausreichend Möglichkeiten für eine Auszeit von der Schule. "Durch diese enge Verzahnung von Schule und Jugendarbeit lernt man die Jugendlichen noch besser kennen und kann optimal auf ihre Bedürfnisse eingehen. Außerdem nehmen mehr Jugendliche auch während ihrer Freizeit unser pädagogisch sinnvolles Angebot in Anspruch. Sie kennen sich hier schon aus und fühlen sich wohl", berichtet Frau Hardt.
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Auszeit während der Mittagspause im Ganztagesbetrieb: Corinna Hardt, Leiterin der kommunalen Jugendarbeit (rechts), bietet gemeinsam mit dem Lehrerkollegium ein breites Freizeit- und Beschäftigungsangebot im Jugendhaus.
Nach der Mittagspause geht es kurz nach 14 Uhr in der Schule weiter: "Jugendbegleiter" bieten für die Fünft- bis Siebtklässler im Rahmen des berufsorientierten Ganztagesbetriebs ein breites Spektrum sportlicher, handwerklicher und kreativer Projekte an. "Mit diesem Nachmittagsangebot und der verbindlichen Hausaufgabenbetreuung bedeutet diese zukunftsweisende Schulform viel mehr nur erweiterte Öffnungszeiten", erklärt Rektor Michael Mack: "Ganztagsschule und Gemeinschaftsschule schaffen Raum für individuelle Förderung und bieten darüber hinaus innovative pädagogische Konzepte auch für die Freizeit der Jugendlichen."
Text + Foto: Elke Khattab


